Bau- und Wohnungswesen in Rottenburg a. d. Laaber

 Im Jahr 2020 ist in Rottenburg a. d. Laaber der Bau von 97 Wohnungen genehmigt worden. Dies waren deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt entstehen hier bis zur Baufertigstellung 12.647,88 Quadratmeter neue Wohnfläche (Abb. 1). In den Zahlen sind sowohl die Baugenehmigungen für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden enthalten. Die Investitionskosten bei den Wohnflächen belaufen sich auf rund 23 Millionen Euro (Abb. 2).

Das Einfamilienhaus bleibt in Rottenburg a. d. Laaber nach wie vor die wichtigste Gebäudekategorie. 

 

Die Ein- und Zweifamilienhäuser stellen 2020 ca. 90 % aller Gebäude mit Wohnnutzung dar (Tabelle 1). Diesen Anforderungen ist die Stadt Rottenburg mit der Ausweisung des Baugebietes „Amermaier Berg“ im OT Gisseltshausen mit 41 Parzellen nachgekommen. Um Immobilien- und Bodenspekulationen zu vermeiden, wurden hier Vergaberichtlinien festgelegt, die nach Auswertung durch einen Punktekatalog zur Vergabe der Baugrundstücke führen. Weitere Baugebiete wurden bzw. werden in Pattendorf „An Haager Straße“ (7 Parzellen), Oberroning „Klostergrund Erweiterung“ (35 Parzellen) und in Unterlauterbach „Am Wanderweg“ ausgewiesen.

 

Auch im Bereich der Nichtwohngebäude, das sind neben Lagerhallen zum Beispiel auch Fabrikgebäude, Büro- und Verwaltungsgebäude oder landwirtschaftliche Betriebsgebäude, werden mit 20 Baugenehmigungen Investitionen von rund 8 Millionen getätigt (Abb.2). In diesem Bereich wurde von der Stadt Rottenburg ein neues Gewerbegebiet „Galgenlohe V“ in der Nähe vom Ortsteil Oberotterbach mit einer Fläche von 50.000 Quadratmeter Nettobauland ausgewiesen.

 

Eine wesentliche Wirkungsfähigkeit für den Wohnungsbau liegt in der Aktivierung von Innenentwicklungspotentialen. Die Innenentwicklung vermeidet die Nutzung zusätzlicher Flächen im Außenbereich. Es ist deshalb auch beabsichtigt das Städtebauliche Entwicklungskonzept aus dem Jahre 2007 fortzuschreiben und am Förderprogramm „Innen statt Außen“ der Bayerischen Staatsregierung teilzunehmen.

 

Immer wieder erweist sich der Mangel an Bauland, sowohl hinsichtlich seiner generellen Verfügbarkeit, als auch hinsichtlich der Preise als ein erheblicher Engpassfaktor. Der durchschnittliche Grundstückspreis pro Quadratmeter Bauland beträgt in Bayern derzeit 229,43 Euro (Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand:

 

14. Dezember 2020). Die Baulandpreise pro Quadratmeter stiegen in Rottenburg seit 2010 von 85,00 Euro pro Quadratmeter auf 195,00 Euro pro Quadratmeter im Jahre 2020.

 

Baubeginnsanzeige und Anzeige der Nutzungsaufnahme

 

Um eine zuverlässige und aussagekräftige Baustatistik zu erarbeiten, sind die Anzeige des Baubeginns und der Fertigstellung eine wichtige Grundlage.
Dies wird leider häufig von den Bauherren übersehen. Im Art. 68 Abs. 5 BayBO ist geregelt, dass der Baubeginn erst erfolgen darf, wenn die Baubeginnsanzeige der Bauaufsichtsbehörde vorliegt. Hier werden auch wichtige Dinge, wie Standsicherheit und Brandschutz bestätigt.

 

 

Ebenso ist die Aufnahme der Nutzung einer nicht verfahrensfreien baulichen Anlage gemäß Art. 78 Abs. 2 BayBO mindestens 2 Wochen vorher der Bauaufsichtsbehörde schriftlich mitzuteilen. Die Formulare hierfür befinden sich in der roten Bauantrags-mappe.

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