Fehlende Kabelverzweiger in Oberotterbach und Inkofen kommen

Breitbandausbau wird fortgesetzt

Endlich ist es gelungen, dass die beiden noch ausstehenden Maßnahmen in Angriff genommen werden. Eigentlich sollte der Breitbandausbau mit der amplus AG seit März 2016 abgeschlossen sein.

Breitbandausbau_klein

Der für den weiteren Ausbau notwendige KVZ der Telekom an der Ergoldsbacher Straße.

Erst nach Einschaltung einer Rechtsanwaltskanzlei durch die Stadt Rottenburg ist es gelungen, dass das Breitbandnetz im November 2016 teilweise in Betrieb ging.
Nicht ausgebaut waren zwei zusätzliche Kabelverzweiger (KVZ) in Oberotterbach und Inkofen. Damit war der Kooperationsvertrag, den die Stadt Rottenburg nach einem zwei Jahre andauernden Auswahlverfahren mit der amplus AG als wirtschaftlich günstigsten Anbieter geschlossen hatte, nicht erfüllt. Gemäß den Förderrichtlinien behielt die Stadt Rottenburg deshalb 25 Prozent der Auftragssumme zurück. Seit Ende 2016 setzen wir uns für den weiteren Ausbau ein. Denn nur dadurch können die Ortsteile Oberotterbach und Inkofen in ihrer Gesamtheit mit den vertraglich zugesicherten und förderrechtlich notwendigen 30 Mbit/s versorgt werden.
Um diese beiden Maßnahmen umsetzen zu können, muss allerdings auch die Telekom ihre Netzstruktur verändern. Zunächst vertrat die Telekom die Auffassung, dass dies aus technischen Gründen nicht mögliche sei. Erst als die Bundesnetzagentur sich eingeschaltet und die Telekom angewiesen hat, einen weiteren KVZ in Oberotterbach zu errichten (dies erfolgte bereits 2016) kam wieder Bewegung in die Angelegenheit. Nachdem mehrere angekündigte Ausbautermine seitens der Telekom für den KVZ in Oberotterbach verstrichen sind, steht der neue KVZ zwischenzeitlich in der Ergoldsbacher Straße. In diesen Wochen wird die amplus AG dann die Glasfaserleitung über den Gehweg Ergoldsbacher Straße an diesen KVZ heranführen und hierfür an der Einmündung Leonhardistraße einen Schaltschrank errichten.
Seit Anfang dieses Jahres wurde aufgrund der bestehenden Ausbauprobleme in unserem Stadtgebiet auch mehrfach Minister Markus Söder und Staatssekretär Albert Füracker vom Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat aufgerufen, sich hier einzuschalten. Schließlich trägt 70 Prozent der Ausbaukosten der Freistaat, der auch für die Förderrichtlinien verantwortlich ist und wissen soll, dass der Ausbau, nicht wie häufig dargestellt, reibungslos funktioniere. Außerdem sind Probleme wie diese, Folgen der Privatisierung der Netze, weil sich im Wettbewerb die Netzbetreiber im Rahmen des Möglichen gegenseitig blockieren.

Wie geht’s weiter in Inkofen?
Nach mehreren (erfolglosen) Terminen mit der amplus AG beim Breitbandzentrum in Amberg, fand nun eine Besprechung mit Staatssekretär Albert Füracker im „Heimatministerium“ in Nürnberg statt. Dabei wurde deutlich gemacht, wie die Netzbetreiber agieren und in welch unbefriedigender Situation wir uns als Gemeinde befinden. Eigentlich wollen wir unsere Bürger „nur“ mit schnellem Internet versorgen – was ausschließlich eine Aufgabe vom Bund wäre – dafür nehmen wir viel Geld in die Hand, um uns letztlich mit den Netzbetreibern herumzuschlagen und den Ärger frustrierter Anschlussnehmer zu erfahren.
Laut amplus AG liegt dieser zwischenzeitlich auch für Inkofen die Zusage der Telekom für die Errichtung eines weiteren KVZ vor, so dass dadurch die Haushalte in Inkofen, die derzeit mit weniger als 30 Mbit/s versorgt sind, ebenfalls vertragskonform versorgt werden könnten.
Der genaue Ausbauzeitpunkt soll uns in diesen Tagen noch mitgeteilt werden.
Sollte die Maßnahme, wie nun angekündigt vollzogen werden, wäre der Ausbau sämtlicher KVZ im Gemeindegebiet und die Erschließung unserer größeren Ortsteile mit einer Bandbreite von 30 Mbit/s, nach insgesamt knapp 5 Jahren seit Beschlussfassung durch den Stadtrat, abgeschlossen.
Wobei die Laufzeit, den Bürokratiewahnsinn und die Folgen der Privatisierung der Telekommunikationsnetze durch den Bund deutlich macht.
Trotz des bestehenden Ärgers befassen wir uns aktuell damit, wie wir mit den noch in Aussicht gestellten Fördergeldern die Breitbandversorgung im Gemeindegebiet verbessern können. Hierfür wird derzeit eine sogenannte Machbarkeitsstudie erstellt, die als Grundlage für das weitere Vorgehen dienen soll. Wir werden Sie hierbei auf dem Laufenden halten.

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