Elektrokleinstfahrzeuge

Blende Elektrofahrzeuge

Bildquelle: Annamartha / pixelio.de

Hoverboards sind in der Elektrokeinstfahrzeugeverordnung (EKGV) nicht erfasst.

 

Wo dürfen Hoverboards und Elektro-Skateboards fahren ?

Beide dürfen nun im „abgegrenzten nichtöffentlichen Verkehr“ bewegt werden – also beispielsweise auf abgetrennten oder abgesperrten Innenhöfen oder der Terasse. Der Grund: Laut Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) und Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) brauchen Fortbewegungsmittel, die „bauartbedingt“, also ohne körperliche Anstrengung, schneller als 6 km/h fahren können, einen Sitz, einen Lenker, Bremsen, Beleuchtung und einen Spiegel. All das haben Hoverboards nicht, sie sind aber schneller als 6 km/h. Deshalb sind öffentliche Wege und Straßen für sie tabu. Wer gegen diese Regel verstößt, dem drohen eine Geldbuße und  1 Punkt in Flensburg.

 

 

Muss eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden ?

 

Eigentlich müssten die Elektro-Boards angesichts ihrer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von über 6 km/h pflichtversichert sein. Eine solche Versicherung wird allerdings nicht angeboten: Die Gefährte dürfen schließlich nicht im öffentlichen Verkehr bewegt werden – da braucht es auch keine Versicherung.

 

 

Braucht man für Hoverboards und E-Skateboards einen Führerschein ?

 

Ja. Nur: Der Gesetzgeber kümmerte sich nicht um Hoverboards und Co., als er die aktuellen Führerschein-Fahrzeugklassen festlegte. Daher lässt sich auch nicht sagen, welche konkrete Fahrerlaubnisklasse nötig wäre, um ein Hoverboard legal im öffentlichen Straßenraum zu bewegen.

Rein theoretisch könnten die Boards unter die Kraftrad-Klassen AM, A1, A2, A, aber auch unter die PKW-Klasse B fallen. Die Folge: Wer ohne entsprechende Führerscheinklasse mit einem Hoverboard auf der Straße fährt, macht sich auch nach § 21 StVG (Fahren ohne Fahrerlaubnis) strafbar.

 

 

Zahlt die private Haftpflichtversicherung bei Unfällen ?

 

Schäden, die beim Betrieb des Elektro-Boards verursacht werden, sind momentan nicht von der privaten Haftpflichtversicherung erfasst. Sach- oder Personenschäden muss der Fahrer daher aus eigener Tasche bezahlen.

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