40 Jahre Betrieb haben Spuren hinterlassen

Freibadsanierung hat begonnen

Derzeit laufen bereits die vorbereitenden Arbeiten zur Generalsanierung des Freibades. Damit wird eine für die Stadt Rottenburg große Baumaßnahme in Angriff genommen und eine beliebte Freizeiteinrichtung für die
nächsten Jahrzehnte gesichert.

Blende Freibadsanierung

Die Erweiterung vom Technikgebäude

Der zusätzliche Anbau im Bereich der Wasseraufbereitung ist bereits sichtbar. Diese Erweiterung ist notwendig, um weitere Filterkessel aufstellen zu können. Bisher hatten wir zwei Filterkessel zur Aufbereitung des Beckenwassers, nach den aktuellen Richtlinien sind künftig bei gleicher Wassermenge drei weitere Kessel notwendig. Dies zeigt nur beispielhaft, wie sich Normen und sonstige Vorgaben im Bäderbetrieb in den letzten 40 Jahren verändert haben. Mit der bevorstehenden Sanierung setzen wir alle aktuellen Standards um. Neben der Erneuerung nahezu der gesamten Technik erhalten wir auch ein neues Heizkonzept. Zur Warmwasseraufbereitung des Beckenwassers und des Brauchwassers nutzen wir künftig solarthermische Anlagen, die auf den zu erneuernden Dachflächen errichtet werden. Zur weiteren Abdeckung des Wärmebedarfs werden Gasthermen installiert. Das Gebäude bleibt in seiner Grundstruktur erhalten, wird jedoch abgesehen vom Kioskbereich komplett entkernt. Die tragenden Betonteile wurden im Vorgriff untersucht und für gut befunden. Neben den WC´s und Duschen wird auch der gesamte Umkleidebereich neu geordnet und den heutigen Standards angepasst. Dazu gehört auch der Austausch sämtlicher Rohrleitungen im Innen- und Außenbereich. Auch bei der Beckendurchströmung, die der Reinigung des Beckens dient, gibt es wesentlich strengere Vorgaben.

Mit der Auskleidung des Beckens mit Edelstahl werden im Bodenbereich mehrere Strömungskanäle eingebaut. Daneben erhält das Becken drei Massagedüsen eine Sprudelsitzbank und als kleine Attraktion für die Kinder einen sogenannten Bodensprudler. Eine größere Attraktion dürfte da die Breitwellenrutsche sein. Ebenfalls erneuert wird das Kleinkinderbecken. Dort wird außerdem ein kleines Funktionsgebäude mit Kindertoiletten und Wickelmöglichkeit, sowie einer Unisextoilette errichtet. Für unsere Wasserwacht wird ein zusätzlicher Raum geschaffen.

Gerade die Maßnahmen im Technikbereich werden uns helfen, das jährliche Betriebskostendefizit künftig deutlich zu reduzieren, indem wir sowohl bei den Heizkosten, wie auch die Stromkosten Einsparungen verzeichnen werden.

Insgesamt investieren wir einschließlich sämtlicher Honorarkosten voraussichtlich 4,3 Millionen Euro in die Generalsanierung, die durch ein Bundesförderprogramm erfreulicherweise mit 1,8 Millionen Euro gefördert wird. Es konnten bereits 94 Prozent der Aufträge für die Generalsanierung des Freibades vergeben werden, nur wenige kleinere Maßnahmen sind zu einem späteren Zeitpunkt noch auszuschreiben. Trotz einer enormen Auslastung der ausführenden Unternehmen und einer sehr geringen Beteiligung bei den Ausschreibungen der jeweiligen Gewerke (teils nur ein Angebot), ist es gelungen, die Kostenberechnung zum Förderantrag um 9,3 Prozent zu unterschreiten. Dies gibt uns zum jetzigen Zeitpunkt eine hohe Kostensicherheit. Nun geht es darum einen reibungslosen Ablauf zu organisieren, mögliche Einsparpotenziale noch zu nutzen und auf eine qualitätsvolle Ausführung zu achten. Zu wünschen bleibt, dass wir vor unvorhersehbaren Überraschungen möglichst verschont bleiben. Ab dem 16. August werden die Rückbauarbeiten aufgenommen, damit wir bis zum Saisonstart 2019 auch sämtliche Arbeiten schaffen.