Bau eines Wohnheims für 15 Mitarbeiter geplant

Lebenshilfe baut den Standort Rottenburg aus

Die Planungen der Lebenshilfe Landshut für ein Wohnheim laufen schon länger. Die Schaffung von 15 neuen Wohnplätzen für Werkstattmitarbeiter trägt dem Umstand Rechnung, dass im Einzugsgebiet der Werkstätten in Rottenburg aktuell keine freien stationären Wohnplätze zur Verfügung stehen. Für rund ein Dutzend Mitarbeiter gibt es jedoch absehbar einen Bedarf, da die Betreuung zu Hause teils aus Altersgründen nicht mehr möglich ist. Deshalb setzte sich der Elternbeirat seit geraumer Zeit für die Schaffung von Wohnplätzen ein.

Blende Lebenshilfe

Der für das Projekt vorgesehene Standort liegt in einer für die Mitarbeiter vertrauten Umgebung auf dem ehemaligen Kasernengelände. Seit 2005 ist die Lebenshilfe dort Eigentümer verschiedener Liegenschaften. Ein bisher ungenutztes ehemaliges Mannschaftsgebäude soll nun in ein Wohnheim mit rund 1000 Quadratmeter Fläche umfunktioniert werden.
Die Stadt Rottenburg hat das Projekt ausdrücklich unterstützt. Die Nähe zu den Werkstätten und die gute Anbindung an das Stadtzentrum lassen den Standort als optimal erscheinen. Das neue Wohnangebot in Form von zwei Wohngruppen umfasst 15 Einzelzimmer, teils für Rollstuhlfahrer, und richtet sich vor allem an jüngere Erwachsene und an Menschen mit Behinderung, die möglichst selbständig wohnen möchten, aber der Struktur des stationären Wohnens bedürfen. Die Gestaltung der Einrichtung mit gemeinsamer Küche, Ess- und Wohnbereichen pro Gruppe bietet die Voraussetzungen für ein privates, selbstbestimmtes Wohnen und stärkt das Selbstversorgungsprinzip. Finanziert wird das Projekt vom Freistaat, vom Bezirk Niederbayern und der Lebenshilfe selbst. Zuletzt stimmte der Sozialhilfeausschuss des Bezirks Niederbayern der Maßnahme, die sich auf rund drei Millionen Euro beläuft, zu.