Aiwanger und Westphal begrüßen neues Energieangebot – Erste PV-Anlagen stellen Solarstrom regional bereit

Rottenburg startet eigenen Strommarkt

Regional, dezentral, ökologisch: Mit dem bereits zehnten regio-nalen Strommarkt geht im niederbayerischen Rottenburg ein weiterer Hofladen für Energie an den Start. Die Bürgerinnen und Bürger können damit den vor Ort erzeugten Strom aus Erneuerbaren Energien beziehen. Das neue Angebot stellten am Mittwoch (13. April) Staatsminister Hubert Aiwanger, Bayernwerk-Vorstandschef Dr. Egon West-phal und Bürgermeister Alfred Holzner vor.

Blende Regioenergie

Mit der Sonnenenergie aus der Nachbarschaft den Wäschetrockner starten, das E-Bike laden oder ganz einfach den Kühlschrank laufen lassen. Es ist nur ein Ausschnitt dessen, wie Strom regional erzeugt und auch genutzt werden kann. Mehr Regionalität geht nicht. In Rottenburg wurde nun ein weiterer regionaler Strommarkt des Bayernwerks gegründet, der genau diese Energieverteilung vor Ort zum Ziel hat. Mit dem Tarif „RegioEnergie Rottenburg“ können die Bürgerinnen und Bürger des Ortes nun künftig zertifizierten Ökostrom aus der Region beziehen. Die Strommengen dafür werden weitgehend aus regionalen Photovoltaikanlagen und Wasserkraftwerken gedeckt. Weitere Einspeiser von Erneuerbaren der näheren Umgebung können ebenso mitmachen und ihren Strom direkt vor Ort vermarkten.

 

„Mit dem neuen, innovativen Angebot bringen wir zum ersten Mal die Erzeuger und Verbraucher auf dem heimischen Energiemarkt zusammen. Wenn wir den Strom direkt aus der Nachbarschaft beziehen, können wir ein gutes Stück zur Wertschöpfung wie auch zur Verbesserung der Klimabilanz vor Ort beitragen “, erklärte Alfred Holzner, Bürgermeister von Rottenburg, bei der Vorstellung des regionalen Strommarktes. Stromversorgung und Stromabnahme finden nun vor Ort statt. „Ich denke, das ist im Kleinen ein richtungsweisender Schritt in die zukünftige Stromversorgung: Dezentral, flexibel und mit einem persönlichen Ansprechpartner vor Ort“, sagte Alfred Holzner.

 

Staatsminister Hubert Aiwanger lobt das Engagement und die Zusammenarbeit der Beteiligten: „Das ist ein hervorragendes Beispiel für gelebte Energiewende vor Ort. Gemeinsam zeigen die Bürgerinnen und Bürger, der Energieversorger und die Kommune, dass die dezentrale Energiewende gelingen kann und gleichzeitig die Vorteile für jeden spürbar werden.

 

Vorreiter für die wirkliche Energiezukunft

 

Nach den Worten von Egon Westphal, Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG, kommt Rottenburg damit der Energiezukunft ein Stückchen näher. „Gerade in dieser Zeit gibt es ein Bedürfnis der Menschen nach Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und regionaler Nähe. Die Menschen wollen Energie aus der Heimat. Dort erzeugt, dort verbraucht.“ Diese Nähe sei der Kern regionaler Märkte, in die auch Bürger ihre Erzeugungsanlagen einbringen oder in denen sie regenerativen Strom aus regionaler Herkunft beziehen können. Das Bayernwerk biete die Technologie, die zur Umsetzung dieser Strommärkte erforderlich ist. Mit der Vernetzung dezentraler Erzeugung zu regionalen und lokalen Märkten nehme das Energiesystem eine echte Neuausrichtung. „Wir freuen uns sehr, die Stadt Rottenburg bei dieser Entwicklung begleiten zu dürfen. Wir haben noch viel vor, wir wollen weitere Digitalisierungs- und Visualisierungslösungen einbauen und den Strommarkt  in Richtung eines physischen Strommarkts weiterentwickeln“, erklärte Thomas Oppelt.

 

Bereits zum Start stellt die Stadt über zunächst drei größere Photovoltaikanlagen den vor Ort erzeugten Strom der Region zur Verfügung. Eine Beteiligung weiterer Energieerzeuger aus der Nähe, idealerweise mit einer Leistung größer als 100 kWp, ist weiterhin möglich. Mehr im Internet unter www.bayernwerk.regionaler-strommarkt.de/rottenburg.

 

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