Weiße Flecken im Gemeindegebiet können endlich geschlossen werden.

Stadt Rottenburg investiert 5,3 Millionen Euro in den Breitbandausbau

Das eine schnelle Internetverbindung in der heutigen Zeit unverzichtbar ist, hat sich gerade in der aktuellen Pandemie deutlich gezeigt. Egal ob es sich um Arbeitnehmer handelt, die nun vom heimischen Schreibtisch aus arbeiten, oder Kinder, die aufgrund von Schulschließungen oder Quarantäne Maßnahmen auf Homeschooling ausweichen müssen.

Breitbandausbau

Beides funktioniert nur mit einem Internetanschluss der eine vernünftige Geschwindigkeit und Verbindungsqualität bietet. Die Stadt Rottenburg versucht schon seit Jahren mit dem Einstieg in verschiedene Förderverfahren die Breitbandversorgung im Gemeindegebiet zu verbessern. Gerade die Erschließung von sogenannten weißen Flecken, das heißt Gebieten, die noch über gar keine Breitbandverbindung verfügen, gestaltet sich jedoch schwierig. So wurde in den letzten Jahren zweimal das bayerische Breitband-Förderverfahren durchlaufen, ohne das am Ende eine Erschließungsmaßnahme stattgefunden hat. Das Problem war jedes Mal, dass von Seiten der Netzbetreiber erst gar keine Angebote abgegeben wurden, da die Erschließung von Einöden und Weiler aus wirtschaftlicher Sicht uninteressant ist. Das sind die sichtbaren negativen Auswirkungen der Privatisierung dieser wichtigen Infrastruktur.
Die Stadt hat sich dann im Jahr 2020 entschieden einen erneuten und damit dritten Anlauf im Breitbandförderverfahren des Bundes zu nehmen, um die unerschlossenen Gebiete an das Glasfasernetz anzubinden. Im Rahmen der Ausschreibung gingen dieses Mal zwei Angebote ein. Im Zuge der letzten Stadtratssitzung konnte dann die Vergabeentscheidung gefällt werden. Das wirtschaftlichste Angebot mit einer Wirtschaftlichkeitslücke von 5.267.679 ,40 Euro kam von der Firma PEGO-Pegnitzenergie in Reichenschwand in Kombination mit M-Net aus München. Von dieser Summe werden 50% vom Bund gefördert, 40% werden vom Freistaat Bayern kofinanziert. Den zehnprozentigen Anteil, somit 526.767,94 Euro, trägt die Stadt Rottenburg. Von diesem Ausbau können 144 Haushalte in den folgenden Ortsteilen profitieren: Allgramsdorf, Brandhof, Eggerach, Eschenloh, Grünberg, Haunsberg, Heckmühle, Höfl, Lurz, Oberhatzkofen, Oberndorf, Pfifferling, Ramersdorf, Reckerszell, Rottenburg, Stein, Thomaszell, Unterotterbach, Viehhausen, Weltendorf, Birkenhof, Frechelsdorf, Geratsberg, Haag, Hausmann, Högldorf, Kreuzthann, Marktstauden, Muckendorf, Obervorholzen, Oed, Pleckenhof, Plunderdorf, Reinischgrub, Ried, Schaltdorf, Schierlkofen, Schirmbach, Steckengrub, Unterbuch, Untervorholzen, Wolferthau,
Um diese 42 Ortsteile erschließen zu können müssen ca. 107 km Glasfaserkabel in ca. 71km Lehrrohren verlegt werden. Alle Anschlüsse werden mit einem sogenannten FTTH Anschluss versorgt, das heißt Glasfaser bis zum Haus, welcher Geschwindigkeiten von derzeit bis zu 2.488 Mbit/s pro Sekunde zulässt. Wo es sinnvoll und möglich ist werden die Kabel mit Spülbohrungen und im Pflugverfahren möglichst bodenschonend verlegt.
Als frühesten Inbetriebnahmezeitpunkt gibt PEGO 24 Monate ab Auftragserteilung an.
Eine detaillierte Karte der Ausbaugebiete können Sie unten sehen.

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