Unfallschwerpunkt wird entschärft

Umbau "Wechslerkreuzung" hat begonnen

Mit dem offiziellen Spatenstich wurde die Neuerrichtung eines Kreisverkehrs an dieser unfallträchtigen Kreuzung gestartet und gleichzeitig die zweijährige Untersuchungs- und Planungszeit beendet.

Blende Wechslerkreuzung

In seiner Sitzung vom 27. September 2016 forderte der Stadtrat einstimmig die Errichtung eines Kreisverkehrs an der sogenannten Wechslerkreuzung, nachdem sich in der jüngeren Vergangenheit die Unfälle an dieser Stelle wieder häuften. In Abstimmung mit der Stadt Rottenburg hatte auch der Bauausschuss des Landkreises Landshut einen Kreisverkehr gefordert. In den Jahren 2012 bis 2016 gab es an dieser Kreuzung acht Unfälle mit insgesamt neun Verletzten und einem Todesopfer. Freunde eines Verunfallten Jugendlichen sammelten daraufhin in kürzester Zeit 2655 Unterschriften.
Am 14. Oktober 2016 fand dann ein gemeinsamer Ortstermin statt, bei dem das Staatliche Bauamt zunächst eine weitere Untersuchung mit einer 48-Stunden Videoaufzeichnung zusicherte. Am 14. Februar wurden bei einer Besprechung mit dem Staatlichen Bauamt und dem Landratsamt Landshut die Ergebnisse vorgetragen. Dabei wurde festgestellt, dass rund 75 Prozent die Stoppbeschilderung missachtet hatten und es in diesen 48 Stunden auch zu „Fast-Unfällen“ gekommen ist. Dies war ausschlaggebend dafür, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle vom Staatlichen Bauamt als gerechtfertigt anerkannt wurde. Ein halbes Jahr später wurde die Planung des Kreisverkehrs dem Stadtrat vorgestellt und einige Details abgestimmt. Daraufhin wurde von der Stadtverwaltung der notwendige Grunderwerb für den Radweg getätigt und der Förderantrag gestellt. Anhand der Fahrbahnbreiten der jeweiligen Äste des Kreisverkehrs ergibt sich die Kostenaufteilung. Die Gemeindeverbindungsstraße nach Bogenhausen liegt in städtischer Straßenbaulast. Dadurch wird die Stadt Rottenburg mit 23 Prozent an den Baukosten in Höhe von 350.000 Euro beteiligt. Der Fördersatz beträgt in etwa 70 Prozent. Das Ausschreibungsergebnis darf in Anbetracht des derzeitigen Preisniveaus im Straßenbau als sehr erfreulich bezeichnet werden. Ausschlaggebend dürften das gesamte Ausschreibungspaket und der Ausführungszeitraum sein. Neben der Errichtung des Kreisverkehrs wurde auch der Geh- und Radweg in diesem Bereich, die Sanierung der Staatsstraße vom neuen Kreisverkehr bis zur Kreuzung bei Laaberberg mit Errichtung von zwei Querungshilfen an den Ortseingängen von Niedereulenbach und die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße vom Spital Pattendorf zur Preckmühle ausgeschrieben. Dabei wurde für die Ausführung der Arbeiten ein Zeitfenster bis Oktober 2019 gewährt. Die Ausführung der weiteren Maßnahmen ist zunächst von der Witterung und des Wintereinbruchs abhängig, wird aber voraussichtlich erst im nächsten Jahr erfolgen.
Mit dem Kreisverkehr entschärfen wir einen weiteren Unfallschwerpunkt in unserer Gemeinde und erhöhen deutlich die Verkehrssicherheit. Die Anwohner an den Umleitungsstrecken bitte ich um Verständnis für die zusätzliche Belastung während der voraussichtlich siebenwöchigen Bauzeit.