Friedhöfe stehen dabei besonders im Fokus

Unkraut auf öffentlichen Flächen – oft ein Stein des Anstoßes!

In der EU ist der Einsatz von Spritzmitteln bei der Unkrautbekämpfung auf öffentlichen Flächen verboten. Und das ist auch gut so, schließlich wissen wir, dass auch dies ein wichtiger Beitrag zum Grundwasserschutz ist. Der Wirkstoff Glyphosat befindet sich in den allermeisten Unkrautvernichtern. Dessen mögliche krebserregende Wirkung auf den Menschen ist aktuell in den Medien sehr präsent und folglich auch in der politischen Diskussion.

Blende Unkraut

Natürlich hat der Verzicht auf Unkrautvernichter für öffentliche Flächen auch sichtbare Folgen, die oftmals in der Bevölkerung zu Diskussionen führen. Die Stadt Rottenburg setzt bei zahlreichen Flächen auf die sogenannte Heißwasser-Methode. Hierbei werden Flächen mit heißem Wasser besprüht. Bei einer Wassertemperatur zwischen 90 °C und 100 °C dringt das heiße Wasser tief in die Wurzeln des Unkrauts und Wildkrauts vor und bringt diese zum Absterben. In der Folge vertrocknet das Unkraut. Dieser Vorgang muss mehrmals jährlich wiederholt werden. Diese Vorgehensweise ist jedoch sehr kostenintensiv und kann deshalb auch nicht an allen Stellen zum Einsatz kommen. Alleine im letzten Jahr wendete die Stadt für diesen Weg der Unkrautbekämpfung rund 9500 Euro auf. Und sie kann das Unkrautproblem auch nicht zu 100 Prozent lösen. Je nach Witterung kommt das Unkraut sehr schnell wieder zurück und hinterlässt bei so manchem aufmerksamen Bürger zunächst einen ungepflegten Eindruck. Gerade auf Friedhöfen führt dies häufig zu negativen Äußerungen über dessen „Pflegezustand“. Egal ob mit heißem Wasser oder mit zusätzlichem Personal, die Kosten muss die Gemeinde auf die Friedhofsgebühren umlegen.
Insofern wäre es eine große Bitte und auch eine große Hilfe, wenn jeder zumindest im Umgriff um seine Grabstätte die Pflege übernehmen würde und damit einen Beitrag zu einigermaßen stabilen Friedhofsgebühren leisten würde. Vielen Dank dafür im Voraus.
Sollte uns bei dieser Aufgabe jemand unterstützen wollen, melden Sie sich bitte bei Herrn Blaimer im Rathaus, Zimmer 4, Tel 20632.