Die Stadt Rottenburg a.d. Laaber (Lkr. Landshut) wurde im Herbst 2018 als eine von zehn Kommunen in Bayern und als einzige in Niederbayern für das Modellprojekt „Marktplatz der biologischen Vielfalt - Bayerische Kommunen setzen auf Biodiversität“ ausgewählt. Ziel des Projekts war es, den Schutz und die Förderung der Biodiversität als Leitlinie des kommunalen Handelns und Lebens im gesamten Stadtgebiet zu etablieren. Das Projekt läuft bis Ende 2021.

Im Rahmen des Projekts wurde mit Fachleuten sowie tatkräftiger Unterstützung der ortsansässigen Vereine, Landwirte sowie interessierter Bürger in Workshops eine umfassende Strategie zur Förderung der biologischen Vielfalt für das gesamte Rottenburger Gebiet incl. seiner Ortsteile entwickelt. Folgende Handlungsfelder wurden bearbeitet:

  • Gewässer
  • Agrarlandschaft
  • Wald
  • Siedlung
  • Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung
  • Generierung von Wertschöpfung

Parallel zur Theorie wurden 2019 bis 2020 bereits erste kleinere Maßnahmen umgesetzt.

Für eine umfassende Umsetzung der in den Workshops erarbeiteten kommunalen Biodiversitätsstrategie wurde dann jedoch 2020 das neue Projekt „Stadt – Land – Fluss - Naturschutz & Landwirtschaft Hand in Hand“ ins Leben gerufen, welches ein Budget von 465.000 € aufweist. Den Großteil der Mittel bringt der Bayerische Naturschutzfonds auf, nur ca. 14% sind Eigenmittel der Stadt. Die Trägergemeinschaft besteht aus der Stadt Rottenburg a. d. Laaber, dem Wasserzweckverband Rottenburger Gruppe und dem Landschaftspflegeverband Landshut. Das Projekt läuft vom 01.07.2020 bis 30.06.2023. 

Folgende Handlungsfelder werden bearbeitet:

  • Agrarlandschaft / Biotopverbund
  • kommunales Flächenmanagement
  • Verbesserung regionaler Wertschöpfungskreisläufe (Regionalvermarktung)
  • Bewusstseinsbildung und projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit (Umweltbildung)

Das Projekt stellt nicht nur ein Pilotprojekt für die Umsetzung von Arten- und Biotopschutzzielen auf kommunaler Ebene, mit regionalen Akteuren, dar, sondern es sollen darüber hinaus auch kommunalspezifische Handlungsansätze für ländliche Kommunen - insbesondere in intensiv genutzten Agrarlandschaften - in ganz Bayern erarbeitet werden.

Den aktuellen Stand der Bearbeitung entnehmen Sie bitte den Beschreibungen zu den einzelnen Handlungsfeldern.

 

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