Winterdienst

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
auch wenn sich der Winter in den letzten Wochen von seiner milderen Seite zeigt, so möchte ich doch gern noch einmal auf Sonntag,

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

auch wenn sich der Winter in den letzten Wochen von seiner milderen Seite zeigt, so möchte ich doch gern noch einmal auf Sonntag, 3. Februar zurückblenden. Innerhalb weniger Stunden fielen im Gemeindegebiet rund 40 cm Schnee. Dies brachte nicht nur so manchen Grundstückseigentümer zum Schwitzen, sondern stellte auch den städtischen Bauhof sowie die sonstigen Dienstleister vor eine große Herausforderung. Der starke Schneefall setzte am Morgen ein und hielt nahezu über den gesamten Tag an. Während dieser Zeit war der städtische Winterdienst ständig mit allen verfügbaren Fahrzeugen und Mitarbeitern im Einsatz. Dazu zählen sechs Winterdienstfahrzeuge vom kleinen Schmalspurschlepper bis zu großen LKW sowie zwei externe Unternehmer mit ihren Einsatzfahrzeugen. Für die jeweiligen Fahrzeuge werden Einsatzgebiete nach Fahrbahnbreiten sortiert, exakt festgelegt und abgearbeitet. Außerdem gibt es noch drei Mann, die klassisch mit der Handschaufel in der ganzen Großgemeinde alle öffentlichen Fußwege, Treppen, Buswartehäuschen usw. freischaufeln. Dabei gibt es eine exakte Prioritätenliste, zuerst kommen Buslinien, dann verkehrswichtige Straßen und Steigungen, dann Ortsverbindungsstraßen, anschließend Wohnsiedlungen. Dass an einem so schneereichen Tag nur noch schwer durchzukommen war, und die Fahrzeuge trotz Schneeketten und Allradantrieb nur langsam vorwärts kamen, liegt auf der Hand. Bei so starken Schneefällen ist es nicht außergewöhnlich, dass mit den Strecken der höheren Prioritäten sofort wieder vorne begonnen werden muss, sobald man hinten fertig ist und Straßen der niedrigeren Priorität erstmal gar nicht angefahren werden. So kommt es also vor, dass eine Straße erst nach acht oder auch mehr Stunden angefahren wird. In dem Zusammenhang wird nochmals klargestellt, dass Gemeinden nicht dazu verpflichtet sind, sogenannte Siedlungsstraßen überhaupt zu räumen. Zahlreiche Städte und Gemeinden in unserer Region praktizieren dies auch. Es handelt sich dabei also um eine freiwillige Leistung.
Diese elf Mann arbeiten also die gesamte Großgemeinde ab, fahren bei einem Räumeinsatz gesamt etwa 600 Kilometer in unserer Gemeinde für einen Durchlauf. Für die Bauhofmitarbeiter begann der Sonntag um sechs Uhr, sie fuhren dann mit einer kurzen Pause den ganzen Tag durch und beendeten nach notwendigen Reparaturen an Fahrzeugen und deren Vorbereitung für den Einsatz am nächsten Morgen, um etwa 21 Uhr ihren Dienst. Gerade im innerstädtischen Bereich ist hierfür höchste Konzentration notwendig und bei solchen Schneemassen behinderten am Fahrbahnrand abgestellte Fahrzeuge den Einsatz ganz erheblich. Dem Winterdienstpersonal ist bewusst, dass manche Bereiche erst sehr spät angefahren werden konnten und dass sie keine Freude bei den Grundstückseigentümern auslösen, wenn freigeschaufelte Gehwege und Hofzufahrten wieder „zugeräumt“ werden. Deshalb bedanke ich mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die für diesen nicht einfachen Einsatztag Verständnis gezeigt haben. Deshalb nochmals mein Dank an das gesamte Bauhofteam, für das übrigens auch an solchen Tagen das Arbeitszeitgesetz, sowie Lenk- und Ruhezeiten gelten! Im Gegensatz zu anderen Regionen, wo starke Schneefälle häufiger der Fall sind, sind wir –Gott sei Dank- nur selten mit solchen Schneemengen konfrontiert. Außerdem war es ein Sonntag und am nächsten Tag wurde vernünftigerweise schulfrei angeordnet. Ich wünsche uns allen, solchen Situationen in Zukunft mit der notwendigen Objektivität, vielleicht auch mit etwas Gelassenheit, vor allem aber dem Verständnis für die Situation zu begegnen.